Schlafapnoe und Kieferstellung: Wann eine Kieferumstellung helfen kann

Nächtliche Atemaussetzer, lautes Schnarchen und das Gefühl, morgens nicht erholt aufzuwachen – viele Menschen mit Schlafapnoe kennen diese Beschwerden. Neben Veränderungen im Bereich der oberen Atemwege kann auch die Kieferstellung eine Rolle spielen. Sind Ober- und Unterkiefer zurückverlagert, steht den Atemwegen häufig weniger Platz zur Verfügung. Die Atmung kann dadurch während des Schlafs beeinträchtigt werden.

In der MKG Solitude beschäftigen wir uns regelmäßig mit diesem Zusammenhang. Bei einer entsprechenden Kieferfehlstellung kann eine Kieferumstellung dazu beitragen, die Atemwege dauerhaft zu erweitern und die Atmung im Schlaf zu verbessern. Wie der Eingriff wirkt, für wen er infrage kommt und welche Vorteile er bieten kann, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Wenn die Kieferstellung die Atmung beeinflusst

Schlafapnoe ist weit mehr als nur lästiges Schnarchen. Die wiederholten Atemaussetzer während der Nacht stören den Schlaf, oft ohne dass die Betroffenen dies bewusst bemerken. Viele fühlen sich dann morgens nicht erholt und leiden tagsüber unter Müdigkeit, Konzentrationsproblemen oder Kopfschmerzen.

Die Folgen beschränken sich jedoch nicht nur auf Müdigkeit und Konzentrationsprobleme. Durch die wiederkehrenden Phasen mit verminderter Sauerstoffversorgung wird insbesondere das Herz-Kreislauf-System belastet. Dadurch kann langfristig auch das Risiko für Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt und Schlaganfall steigen.

Um die Ursache der Beschwerden zu verstehen, lohnt sich auch ein Blick auf die Kieferstellung. Ein zurückliegender Unterkiefer kann dazu führen, dass die Zunge weiter hinten liegt und den Raum in den oberen Atemwegen zusätzlich einengt. Erschlafft die Muskulatur im Schlaf, kann sich dieser Bereich weiter verengen und Atemaussetzer begünstigen. Deshalb werden bei der Abklärung von Schlafapnoe und chronischem Schnarchen auch die Kiefer- und Gesichtsstrukturen untersucht.

So kann eine Kieferumstellung bei Schlafapnoe helfen

Trägt die Kieferstellung zur Einengung der Atemwege bei, kann eine Kieferumstellung eine wirksame Behandlungsoption sein. Dabei werden – je nach individuellem Befund – der Oberkiefer, der Unterkiefer oder beide Kiefer in eine neue Position gebracht.

Werden die Kiefer nach vorn verlagert, bewegen sich auch die daran befestigten Weichteile mit. Dazu gehören unter anderem die Zunge, das Gewebe des weichen Gaumens und Teile der Rachenmuskulatur. Dadurch entsteht hinter Zunge und Gaumen mehr Platz, sodass die Atemwege im Schlaf besser offenbleiben können.

Zu den möglichen Vorteilen einer Kieferumstellung zählen:

  • mehr Platz für die Atemwege
  • geringeres Risiko für nächtliche Atemwegsverengungen
  • weniger Atemaussetzer während der Nacht
  • weniger Schnarchen
  • bessere Sauerstoffversorgung im Schlaf

Anders als viele andere Behandlungsverfahren setzt die Kieferumstellung also direkt an den anatomischen Ursachen der Atemwegsverengung an und kann diese dauerhaft verändern.

Für wen kommt eine Kieferumstellung infrage?

Nicht jeder Mensch mit Schlafapnoe profitiert von einer Kieferumstellung. Entscheidend ist, ob die Kieferstellung zur Verengung der Atemwege beiträgt. Ob dies der Fall ist, lässt sich nur durch eine sorgfältige Diagnostik feststellen.

Dafür werden neben den Ergebnissen aus dem Schlaflabor auch die Kiefer- und Gesichtsstrukturen sowie die individuelle Situation des Patienten berücksichtigt. Nur so lässt sich beurteilen, ob die Kieferstellung die Atemprobleme wesentlich beeinflusst oder andere Ursachen im Vordergrund stehen. Abhängig von der Ursache können auch andere Behandlungsverfahren sinnvoll sein, beispielsweise eine Schlafapnoe-Schiene zur Vorverlagerung des Unterkiefers oder eine CPAP-Therapie, bei der eine Atemmaske die Atemwege während des Schlafs offenhält.

Besonders sinnvoll kann eine Kieferumstellung sein, wenn neben der Schlafapnoe auch eine ausgeprägte Kieferfehlstellung vorliegt. In solchen Fällen lässt sich häufig nicht nur die Atmung im Schlaf verbessern. Gleichzeitig können auch Einschränkungen beim Kauen, Beißen oder im Zusammenbiss der Zähne korrigiert werden.

Individuelle Beratung bei Schlafapnoe und Kieferfehlstellungen

Als Fachpraxis für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie verfügt die MKG Solitude über langjährige Erfahrung in der Diagnostik und Behandlung komplexer Kieferfehlstellungen. Dabei betrachten wir die Kieferstellung nicht isoliert, sondern berücksichtigen auch deren Auswirkungen auf Atmung, Schlaf und Kaufunktion. Über 2 hoch spezialisierte MKG-Chirurgen der MKG-Solitude auf diesem Gebiet mit jahrzehntelanger Erfahrung, können Sie die bestmöglichste Therapie erwarten.

Sie möchten wissen, ob Ihre Kieferstellung für Ihre Atemprobleme verantwortlich sein könnte? Vereinbaren Sie gerne einen Beratungstermin in der MKG Solitude. Gemeinsam klären wir, welche Ursachen hinter Ihren Beschwerden stehen und welche Behandlungsmöglichkeiten für Sie infrage kommen.